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Geschichtsabschnitt Kongos 1965-1997

 

  


 

1960 Nachdem die Demokratische Republik Kongo am 30. Juni in die Unabhängigkeit entlassen wurde und die Jahrzehnte langen Volksaufstände als Erfolg erklärt wurden, gab es das Problem der Selbstregierung, keiner der Einwohner war an die eigene Macht ohne Belgien im Land gewohnt.
Folgen \ Hilflosigkeit im eigenen Land 

                                                                
1964-1965 Als dann 4 Jahre später ein neuer Bürgerkrieg im Land ausbricht, sieht Joseph-Dèsirè Mobutu seine Chance zum Staatsstreich, durch eine hohe Führungsposition als General in der kongolesischen Armee, gelingt im ein Push mit Hilfe des Militärs. Der 24. November prägt sich als Tag der Unterdrückung im Volksmund ein.
Folgen \Bürgerkrieg führt zur allg. Verwirrung, Regierungsübernahme durch Staatsstreich

 
1966-1970 Mobutu ernennt sich selber zum Präsidenten und erlässt folgende Maßnahmen zur Regierungsführung :

 

Ø      Populaire de la Révolution (MPR)-Partei wird gegründet,

Ø      Einparteienstaat wird erlassen,

Ø      Alle Bürger werden Parteimitglieder,

Ø      Kirchen und Sekten werden verboten &

Ø      Kongo heißt von fortan Zaire.

 

Um sicherer regieren zu können, lässt er seine Staatsfeinde und politischen Gegner verschleppen und hinrichten oder direkt hinrichten.
Folgen \ Regierungserlasse werden gemacht, Mobutu bringt Staatsfeinde um


1971-1980 Das System wirkt bis zu einem gewissen Zeitpunkt, auch wenn der Bürgerkrieg besiegt wurde und es nur noch eine Partei gibt, werden die Einwohner Kongos unruhiger und zetteln in unregelmäßigen Abständen kleine Revolten an. Trotzdem behält die Mobutu Regierung die Kontrolle und verschärft ihre Sicherheitsmaßnahmen. Durch die Misswirtschaftung im Land kommt es dann doch zu erheblichen Aufständen. Viele verlassen das Land, was Ende der 70er Jahre wieder am Zerfallen ist, durch zahlreiche Umsturzversuche bricht die Diktaturregierung Mobutus fast auseinander.
Folgen \ Schlechte Wirtschaftslage und ständige Unterdrückung der Bevölkerung veranlassen das Volk zu Aufständen


1980-1995 Durch politische Intrigen und Ausnutzung alter Gefallen setzt sich Mobutu bis Anfang 1996 gegen die verschiedenen Volksgruppen durch, die jetzt alle nur noch ein Ziel haben : Gewaltsame Ablösung der Regierung Mobutu. Nachdem 1991 ein Strom Flüchtlingen das Land verlassen, kommt es zu großen Plünderungsfeldzügen diverser Gruppen und das Land bricht auseinander.
Folgen \ Gewaltsame Ablösung der Regierung


1996-1997 In der östlichen Region Kongos schließen sich Truppen Ruandas, Ugandas und Widerstandskämpfer geleitet von Laurent Désiré Kabila zur Rebellionsarmee gegen Mobutu zusammen und können am 16.5.1997 einen Sturz von Mobutu bewirken. Das Land wirkt befreit, doch nun gibt es viel zu tun, es gibt keine wirkliche Regierung mehr und die nun wieder freie Demokratische Republik Kongo braucht wieder eine Regierung.                                                                                       Kabila ernennt sich zum neuen Präsidenten und Mobutu wird ins Exil nach Marokko geschickt, wo er nach seiner 32-jährigen Diktatur am 7.9.1997 stirbt. Folgen \ Sturz Mobutu nach 32-jähriger Diktatur 
      
     


 Das Land Kongo – Überblick



 
Name: Demokratische Republik Kongo ( DR Kongo )

 
Einwohner: 51 Millionen

 
Fläche: 2.344.885 km²

 
Regierungsform: Demokratie

 
Hauptstadt: Kinshasa

 
Oberhaupt: Ministerpräsident

 
Eigen-Produktion: Kaffee, Zucker, Palmöl, Kautschuk, Tee, Chinin, Maniok, Bananen, Edelhölzer

 
Aktuelles Regierungs-Oberhaupt Kabila

 

 Gründe und Ursachen für die Diktatur im Kongo

 

Durch die unvorbereitete Versetzung in die Unabhängigkeit seitens Belgien, wurde die dadurch erst neuentstandene Demokratische Republik Kongo ( DRKongo) in eine sehr unstabile Lage versetzt. Keiner der Einwohner und Regierungsabgeordneten wusste wie man in der neuen Ausgangslage zum Erfolg kommen könnte.

Als es dann zu größeren Meinungsverschiedenheiten zwischen den verschiedensten Volksgruppen, sehen diese nur noch die Gewalt als Lösung der dazu gekommenen Probleme. Dadurch kommt es zu einem Bürgerkrieg, der das Land in eine Kriegszone verwandelt. Der Zusammenbruch der DRKongo wird von diversen militärischen und politischen Gruppen genutzt, um eine neue Volksregierungsform zu erschaffen, dabei ist jedes Mittel recht.

Politische Gegner werden nur noch reihenweise vom Stärkeren hinterhältig umgebracht und bald kristallisiert sich ein hoher Mann beim Militär heraus:

> General Mobutu

Er bringt es durch seine enorme Militärmacht fertig, alle Volksgruppen unter sein Regime zu bringen und diese zusammenleben zu lassen. Nachdem nur noch wenige Gegensprecher Mobutus übrig geblieben sind, eröffnet sich der Weg zur Diktatur, viele Einwohner interessiert es nicht wer und wie regiert wird, Hauptsache ist, dass wieder Frieden herrscht und man die eigenen Bedarfsgüter erhält.

Dies hält auch längere Zeit, bis wieder genügend Gegner auftauchen und eine Revolution gegen die über mehrere Jahre erfolgreiche Diktatur beginnen und die über 32-jährige Diktatur dann entgültig zum Einsturz bringen.

 Meinung mit dem Vergleich Kongo/Burma

 

Um dem Projekt einen guten Abschluss zugeben, wird nun noch eine Meinung zum Thema „Diktatur in Entwicklungsländern“ gegeben und Vergleiche zu den Diktaturen in Kongo und Burma erläutert.

Bei einem direkten Vergleich beider Diktaturen kann man sagen, dass beide nur aus der Instabilität der Staaten hervorgeht und das das Problem die Menschen sind, welche sich so stark beeinflussen lassen, dass sie eine Diktatur hinnehmen, auch wenn sie durch Militärgewalt durchgeführt wird. Wenn man alles genau betrachtet, könnte man sogar Ähnlichkeiten mit der Diktatur in Deutschland erkennen, denn auch dort wurde der Staat durch Militärgewalt zusammengehalten und politische Gegner wurden als Sündenböcke dargestellt und somit auch ausgeschaltet.

Das so was nicht noch häufiger passiert, sollte man die Leute, die die Bevölkerung für die eigenen Zwecke leiden lässt, direkt erkennen und es riskieren gegen sie Widerstand zu leisten.

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